Morning Roundup: Große Politik und Kleine Kneipe

By Auerbach and JR

Muhammad Ali gestorben

Muhammad Ali starb am Freitag in einem Krankenhaus bei Phoenix, Arizona, nach jahrzehntelanger Krankheit. Der wortgewaltige Boxer meldete sich fast bis zuletzt zu Wort, so mit Kritik am voraussichtlichen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, Donald Trump:

„Wir müssen als Moslems aufstehen gegen diejenigen, die den Islam zur Förderung ihrer persönlichen Agenda verwenden,“ hatte Ali im vergangenen Dezember geschrieben, ohne Trump namentlich zu nennen. „Sie haben viele davon abgehalten, über den Islam zu lernen. Wahre Muslime wissen oder sollten wissen, dass es gegen unsere Religion ist, unsere Religion anderen aufzuzwingen oder es zu versuchen.“

Ebenfalls im Dezember, drei Tage vor Alis Erklärung, hatte Trump laut einer Meldung von NBC News getwittert, er könne sich an keine großen [muslimischen] amerikanischen Athleten erinnern.

FIFA übt Selbstkritik – oder so ähnlich

Wo wir schon beim Sport sind:

Échauffements in Kürze +++ Die FIFA >>> Irgendwie Komödie? Oder schon Groteske? Die FIFA bezichtigt sich selbst der Korruption, listet erstmals Zahlungen ehemaliger Vorstandsmitglieder auf der eigenen Webseite http://www.fifa.com/governance/news/y=2016/m=6/news=attorneys-for-fifa-provide-update-on-internal-investigation-and-detail-2799851.html?intcmp=fifacom_hp_module_news >>> laut WDR Aktuell – Die Mafia-Machenschaften der #FIFA. 71 Mio. sollen sich die Chefs untereinander zugeschustert haben.http://www.ardmediathek.de/tv/-/-/-/Video?documentId=35771084 +++ Spiegel Online zu SEPP BLATTERS Schmiergeldsystem http://www.spiegel.de/sport/fussball/fifa-skandal-anwaelte-veroeffentlichen-blatters-bonuszahlungen-a-1095761.html +++

Frankreich

Ein ganzes Land im Generalstreik, Berichte exzessiver Polizeigewalt, Regierung verlängert den Ausnahmezustand … und man sorgt sich um die Fußball Europameisterschaft #EM2016. Als Machtkampf der Regierung mit ihren eigenen Wählern« beschreibt Ulrike Guérot die Proteste gegen die Arbeitsmarktgesetze in Frankreich im aktuellen derFreitag. +++ Von der Regierungskrise zum Bewegungserfolg? Zur Dialektik des Klassenkampfes in Frankreich, Neues Deutschland. Für die TAZ analysiert der Philosoph Guillaume Paoli die Machtverhältnisse In Frankreich demonstrieren die Menschen erbittert gegen neue Sozial- und Arbeitsmarktgesetze. Deutschland schaut weg. Warum?« +++

Armut in Deutschland

Leidenschaftlich und auch ein wenig resignierend beschreibt @Ulrich Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband das jahrzehntelange Versagen deutscher Politik bei der Armutsbekämpfung. INTERVIEW (Video) https://daserste.ndr.de/beckmann/videos/Politik-versagt-beim-Kampf-gegen-Armut,beckmann828.html+++ Die große Koalition kümmert das wenig, betreibt sie doch weiterhin Klientelpolitik und vertagte gestern erneut die dringende Einigung um die #Erbschaftssteuer. Dazu Spiegel Online http://www.spiegel.de/politik/deutschland/erbschaftssteuer-einigung-noch-vor-sommerpause-a-1095796.html +++

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… Morning all, it’s just another perfect day in paradise. Let’s take a break and have some coffee before we move on to China and Taiwan …

Sofortbild

Rein und raus

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Chinesen und Taiwaner gedenken des Massakers vom 4. Juni 1989

Mit dem 4. Juni jährt sich zum 27. Mal das Massaker in Beijing gegen die Demokratiebewegung. Hong Kong ist ein Ort in China, an dem man in öffentlichen Zeremonien daran erinnern kann. Darüber allerdings, ob und wie das geschehen soll, gehen die Meinungen auch unter denen auseinander, die der KP Chinas ablehnend gegenüberstehen. Ein Korrespondenzartikel aus Singapur für die „New York Times“ stellt diese Differenzen als » Generationskonflikt dar: die jüngeren Oppositionellen Hong Kongs seien eher an lokaler demokratischer Entwicklung interessiert als an nationaler.
Ein Korrespondent des Kabelsenders CNN vermutet, die Teilnahme an den jährlichen Gedenkveranstaltungen im Victoria Park könnte in diesem Jahr geringer ausfallen als sonst.

Taiwan gedenkt des Massakers erstmals im Parlament.

Dies geschehe nur Wochen, nachdem die china-skeptische Präsidentin Tsai Ing-wen in Taipei das höchste Amt der Republik China (so Taiwans offizielle Staatsbezeichnung) übernommen habe, so AFP – Tsais Vorgänger Ma Ying-jeou habe eine Politik der Annäherung an Beijing betrieben.

Gleichwohl erinnerte auch Präsident Ma während seiner achtjährigen Amtszeit bis Mai 2016 Jahr für Jahr am 4. Juni an das Massaker, ohne übertriebene Rücksicht auf die leicht verletzbaren Gefühle seiner – meist indirekten – Gesprächspartner in Beijing, mit denen seine Regierung über eine halbstaatliche  Stiftung kommunizierte, dem „Rat für Festlandsangelegenheiten“ in Taipei.

Dilma Rousseffs Chancen steigen – jedenfalls ein bisschen

Vor wenigen Wochen erschien die Amtsenthebung Dilma Rousseffs unvermeidlich, so Glenn Greenwald in „The Intercept“. Mittlerweile jedoch – die gewählte brasilianische Präsidentin ist suspendiert, aber nicht endgültig aus dem Amt entfernt – gilt die endgültige Abfertigung Roussefs zwar immer noch als wahrscheinlich, aber keineswegs als sicher, so Greenwald. Mittlerweile nämlich interessierten sich die brasilianischen Massenmedien verstärkt dafür, wer denn eigentlich ihre Amtsenthebung ins Werk setze und welche Interessen dabei verfolgt würden.

Mindestens drei Senatoren, die bisher Rousseffs Amtsenthebung unterstützten, überlegen sich das mittlerweile offenbar anders.

Im Mai hatte Greenwald die brasilianische Präsidentin interviewt.

Ursula von der Leyens Chancen sinken – jedenfalls ein bisschen

Im Prozess um das Sturmgewehr G36 zeichnet sich ein Sieg von Hersteller Heckler & Koch ab, meldet die „Welt“.

Aber wen kratzt das im Verteidigungsministerium schon ernsthaft. Bei guter  Beleuchtung merkt das keiner.

Großbritannien: Keiner mag die EU, aber man wählt sie trotzdem

G. Grundy, ein britischer Blogger und in der Wolle gefärbter Konservativer, hat sich zu einer Stimme gegen den „Brexit“ im anstehenden Referendum entschlossen:

Ich treffe meine Wahl nicht, weil ich mich einem europäischen Föderalismus verpflichtet fühlen würde – einem Projekt, das ich für unglaublich fehlgeleitet halte, für eins, das wahrscheinlich in einem Disaster enden wird, und das mit dem Euro in ein Disaster mündete. Wenn es in diesem Referendum darum ginge, sich aus dem Euro [der EU-Währung] herauszuhalten, oder um die Schaffung einer europäischen Armee, oder irgendeine der föderalen projekte, von denen die Brexit-Kampagne behauptet, sie könnten passieren (sie werden nicht passieren, weil das Vereinigte Königreich ein Veto dagegen einlegen kann), dann würde ich binnen eines Pulsschlags für das Verlassen der EU stimmen. Die hochfliegenden Ideale, von denen die Unterstützer der EU manchmal sprechen, lassen mich kalt. Wer jetzt nicht skeptisch hinsichtlich der EU ist, kann nicht aufgepasst haben.

Um seine europäischen Familienbeziehungen fürchtet Grundy nicht – vielleicht würde die Einreise in Länder des Kontinents schwieriger, aber sie würde sicher zu keiner unüberwindlichen Schwierigkeit. Aber Großbritannien würde wirtschaftlich ärmer.

Und schließlich könne mit einem Brexit die schottische Unabhängigkeitsbewegung langfristig wieder aufleben – und „aggressive Regime“ wie Vladimir Putins sich ermutigt fühlen, mit entsprechend höherer Kriegsgefahr auf dem europäischen Kontinent.

Tatsächlich haben sowohl US-Präsident Obama als auch Chinas Staatsvorsitzender Xi Jinping sich für einen Verbleib Großbritanniens in der EU ausgesprochen. Es spricht viel dafür, dass die gesamtbritische Referendumskampagne so spannend bleibt wie vor knapp zwei Jahren die schottische – um dann ähnlich überzeugend für einen Verbleib zu entscheiden wie seinerzeit Schottland.

Liebe wäre es weder im schottischen noch im gesamtbritischen Falle nicht – wirtschaftliches Interesse hingegen schon.

Donald Trump morpht sich zur GoP-Kandidatur

Einmal Außenseiter, immer Außenseiter? Smukster bestaunt die Fähigkeit Donald Trumps, sich von Kopf bis Fuß mit Gänsefett einzureiben, ohne dabei für glitschig gehalten zu werden.

Aber warum auch? Präsidentschaftskandidaten im Fernsehen kann man ja nicht anfassen. Man kann also auch nicht an ihnen abrutschen.

Shangri-La

Gestern begann der 15. Asia Security Summit, aka ISS Shangri-La Dialogue, in Singapur. Veranstalter ist das International Institute for Strategic Studies, ein Thinktank in London, der 2003 die Invasion des Irak befürwortete. Die britische Nachrichtenagentur Reuters erklärt die Konflikte zwischen den Anrainerstaaten des Südchinesischen Meeres (in Vietnam nennt man es das Ostmeer) zum voraussichtlich dominierenden Thema des Gipfeltreffens. Das Forum sei die letzte Gelegenheit für zwei der Konfliktparteien, in ihrem speziellen Streitfall Unterstützer zu gewinnen, bevor der Ständige Schiedshof zu einer Entscheidung gelange.

China nimmt an dem Schiedsverfahren nicht teil. Aus Sicht Beijings handle es sich nicht um Nutzungsrechte (durch Fischerei, Energiegewinnung etc.), sondern um Souveränitätsrechte, für die der Ständige Schiedshof nicht zuständig sei.

Beim Gipfel in Singapur gehe es – „nach Einschätzung auswärtiger Beobachter“ – um das Südchinesische Meer, die koreanische Halbinsel, und um islamischen Islamismus, schreibt die Shanghaier Website „Guanchazhe“, und fügt hinzu, nach Expertenmeinung werde das von den Philippinen angestrengte Schiedsverfahren für viele Debatten auf dem Forum sorgen. Ein Experte für internationale Beziehungen an der Beijinger Volksuniversität, Shi Yinhong, wird mit der Bemerkung zitiert, China müsse sich in Singapur auf mehr Opposition der USA und asiatischer Staaten einstellen als in früheren Jahren.

Das Südchinesische Meer funktioniere „wie ein Flaschenhals“, schrieb vor zwei Jahren J. Taylor, ein früherer FC-Forist:

Dort leben nicht nur 1,5 Milliarden Chinesen und 600 Millionen Asiaten in den direkten Anrainerstaaten, deren Staatsgebiete sich in diesem Meer überlappen, sondern etwa 50% aller auf dem Seeweg transportierten Waren, das sind 45% des gesamten Welthandels, führen durch die Andamanen See und die Straße von Malakka hinein und hinaus. Daneben wird im Südchinesischen Meer etwa 1/10 des weltweiten Fischfangs angelandet und unter diesem Meer liegen konservativ geschätzt etwa 7 Milliarden Barrel Erdöl und 25 Billionen Kubikmeter Erdgas, der Grund, warum das Südchinesische Meer auch der Persische Golf des 21. Jahrhunderts genannt wird.

RFE/RL: Weniger Radio für Russland

„Radio Free Europe“ stellt mit dem 26. Juni seine russischsprachigen Kurzwellensendungen ein. Hessen spart also zukünftig ein bisschen Energie.

Lück wie ich und du

Und die kleine Kneipe bleibt die kleine Kneipe.

Nicht gar so harmonisch geht es in der Kaffeebud‘ her:

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Anmerkung: Die Kommentarfunktion befindet sich oben, links der Überschrift dieses Posts.

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Blogging about China - the economy, politics, and society. Translating Chinese press articles into English. Making Net Nanny talk.

33 responses to “Morning Roundup: Große Politik und Kleine Kneipe”

  1. Auerbach says :

    Hat dies auf montagfrei rebloggt.

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  2. schna'sel says :

    Das habt Ihr fein gemacht. Übersichtlich, bunt, das Wichtigste drin. Schön auch, dass die Links im Text nicht nur auf Mainstream verweisen, was wirklich ein Unterscheidungsmerkmal ist… ;-). Kurz: Als Konsument könnte ich mir schon vorstellen, jeden Tag mal rein zu schauen. Falls das in der Konsequenz eine regelmäßige Einrichtung würde…

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  3. justrecently says :

    Hat Spaß gemacht – auch die meinungsbildenden Kommentare während des Schreibens.
    Nächsten Freitag könnte ich um die gleiche Zeit wieder; würde aber bei Interesse den Samstagmorgen vorschlagen: freitags wollen die meisten Büroarbeiter nur fertigwerden und ins Wochenende – no time for the internet.

    Kommende Woche von Montag bis Donnerstag ist bei mir kein intensives Bloggen drin.

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    • Auerbach says :

      Morning Roundup funktioniert supergut. Auch eignen sich die kurzen Texte mit ihren prägnanten Überschriften perfekt für die Twittermeldungen. Momentan sind wir bei 200 plus Clicks, also es funktioniert. Eigentlich müsste man dran bleiben, die Dynamik nutzen und mal ein paar Wochen jeden Morgen einen news Roundup machen … :))

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      • schna'sel says :

        Bei den 200+ Klicks sind aber unsere auch mit dabei. Ich weiß, das ist ein Downer, aber ich hab das auf meiner eigenen Site schon überprüft. WordPress addiert alle Besucher, auch wenn man selbst was auf der Seite macht, oder sich anschaut…

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    • justrecently says :

      Eigentlich müsste man dran bleiben, die Dynamik nutzen …

      Ein Blog ist wie ein Heißluftballon. Kaum macht der Bunsenbrenner Pause, verliert er an Höhe. Davon abgesehen ist es natürlich schon so, wie Schna’sel sagt, dass die Stats nicht nur den Roundup umfassen – das waren gestern 51 Zugriffe für die Umschau, 71 für Eingangsseite und Archiv, und von den 51 Direktzugriffen kamen vermutlich 42 über meinen FC-Post.

      Dienstag früh könnte ich anpeilen. Wie sähe das bei Ihnen aus, Zylvia? Und/oder bei Ihnen, Schna’sel? Wer gerade nicht bearbeitet, sollte seinen Editor in der Zeit schließen, damit andere reinschreiben können. Mehr als einen Bearbeiter at a time nimmt das System nicht an.

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  4. smukster says :

    Ja, schöner Überblick! Danke für die Hoffnung bzgl. Brasilien – aber ich fürchte, die werden ausreichend Säue durchs mediale Dorf treiben in nächster Zeit, dass der Putsch weitgehend in den Hintergrund rückt.

    Sowas täglich zu schaffen wär natürlich ein toller Service, aber wäre nicht wöchentlich Freitag/ Samstag ebenfalls nützlich – und etwas realistischer?

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    • schna'sel says :

      Ich meine, das kann in dem Rahmen, in dem wir uns jetzt bewegen erst mal alles nur eine Frage von Vorlieben sein. Weil ja schließlich (zunächst jedenfalls) kein „Brot“ damit verbunden ist… Aber auf der anderen Seite gibt es aber Menschen, die das sowieso täglich machen. Und wenn man die finden und begeistern könnte, dann ließe sich das bewerkstelligen. Die Frage ist, was man denen anbieten müsste oder könnte, damit sie Lust haben, den Job zu machen. Ansonsten ja, müsste man seine Erwartungen zurück schrauben. Dann sollte wir das aber vielleicht auch in der Beschreibung dieser Kategorie auf der Plattform genau so kommunizieren. Also irgendwo den Hinweis anbringen, wann dieser Service, mit hoher Wahrscheinlichkeit hier zu finden ist.

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    • justrecently says :

      … aber wäre nicht wöchentlich Freitag/ Samstag ebenfalls nützlich – und etwas realistischer?

      Sehe ich auch in etwa so. Wobei der Freitag vermutlich für die Tonne wäre. Da wollen die meisten Leute möglichst schnell ins Wochenende und lesen zwischendurch nicht viel. Wie es an Werktage aussieht, wäre nochmal eine andere Frage. Meinungen?

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      • schna'sel says :

        Ich glaube, das kann sich nur so lebendig entwickeln, wie alles andere auch. Die überzeugten Freitag Leser werden wir nicht gewinnen können. Ich meine, man weiß ja, wie das ist: Wenn man drin steckt, will man auch erst mal nichts an der Situation verändern. Ich denke, das ginge nur über aktive Angebote. Wie die aussehen könnten weiß ich allerdings auch nicht. Ich hatte auch schon mal darüber nachgedacht, ob das nicht einen ganz andren Ansatz bedeuten würde: „Bloggersheim“ ist noch frei als Domain. Und dann eine Fundraising Kampagne starten für eine linke Blogplattform und wirklich daran arbeiten. Aber das wäre ein Konzept für eine Existenzgründung und ich wüsste auch nicht, ob ich mich da so weit rein hängen will. Ich weiß es nicht. Weiter machen und schauen was geht….

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      • schna'sel says :

        Ah, nach Zylvias Antwort verstehe ich das: Sie meinten den Wochentag und nicht die Zeitung… 😉

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    • Auerbach says :

      Ja, stimmt, einmal wöchentlich zum Lesen für das Wochenende. Das ist auf alle Fälle realistisch. Politische Schwerpunkte vielleicht am Samstag. Und für sonntags könnte ich etwas mit Kulturschwerpunkt bieten: Ausstellungempfehlungen, Buchbesprechungen, Soziologie/Philosophie, Longreads, längere Texte für die man etwas Zeit und Konzentration benötigt.

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  5. schna'sel says :

    Schon gesehen?

    »Blog- und Nabelschau

    Sunday Roundup ………. 2+4 neu interpretiert / Wer mit den Wölfen heult / Ramstein-Demo ante portas / Das französische Notstandsregime / ARD/ZDF – Programmbeschwerde

    Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Bernd Ebert

    da lang → https://www.freitag.de/autoren/sutrebe/blog-und-nabelschau#1465128283313321

    Die Kommentarfunktion wurde hier bewußt nicht deaktiviert … wo kommen wir denn da hin …?«

    goedzak 04.06.2016 | 19:36

    Diese gegenseitigen Animositätlichkeiten – herrlich! 😆

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    • justrecently says :

      Schon gesehen?

      Ja, hatte ich gesehen. Herr Ebert verfügt in jeder überflüssigen Auseinandersetzung über sehr kleines Kleingeld.

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      • schna'sel says :

        Herr Ebert verfügt in jeder überflüssigen Auseinandersetzung über sehr kleines Kleingeld.

        Mag sein. Die Frage ist aber, wie weit man kommt, wenn man sich in direkter Konkurrenz positioniert. Auch als Antwort auf Ihren letzten Post. „It’s more fun to compete“ stand früher auf den Flipperautomaten. Aber ob das wirklich für diese Situation gilt? Warum ausschalten, wenn man von vorne herein auf etwas umschalten könnte, wo solche Animositäten überhaupt kein Thema sind? Rein philosophisch gedacht, weil das eben meiner Art entspricht. Wenn Sie oder jemand anderes das, quasi aus sich heraus, macht ist alles im grünen Bereich, dann finde ich es auch für mich OK gegen Mitbewerber zu „flippern“. Aber wenn das nicht der Fall ist, sollten wir lieber Pferdefürze veröffentlichen…

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      • justrecently says :

        Die Frage ist aber, wie weit man kommt, wenn man sich in direkter Konkurrenz positioniert.

        Das stimmt. Die direkte Konkurrenz suche ich auch gar nicht – aber eben auch keine Zusammenarbeit mit den „Termiten“.

        Mir gefällt die Intensität nicht, in der sich einer ihrer Wortführer über einige Monate – oder länger – mit der Beschneidung auseinandersetzte.

        An solchen Texten ist von einem neutralen Standpunkt aus möglicherweise nichts auszusetzen. Man muss aber nicht neutral sein – und ich bin in dieser Sache nicht neutral.

        Oder anders gesagt: die Welt muss auch dazu groß genug sein, einander aus dem Wege zu gehen. Manchmal ist das eine notwendige Alternative zur Feindschaft.

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        • schna'sel says :

          Ich wollte mich mit meinem Kommentar gar nicht so sehr auf Ihre Beziehung zu diesem Blogger beziehen, als vielmehr zu der Ebene, auf der auch dieser erste Kommentar in seinem letzten Freitag Blog gründet. Ich denke schon, dass dieser für eine Haltung steht, die über die private Meinung des Kommentators hinaus, stellvertretenden Charakter hat. In einem Bereich, der sich selbst eben so tierisch ernst nimmt, dass der Schnitt ins eigene Fleisch schon eine ähnliche Bedeutung bekommt wie Solidaritätsadressen fundamentalistischer Überzeugungstäter an ihre religiös/politische Basisorganisation. Was eben auch bedeutet, dass „politische Unkorrektheiten“ aufgenommen werden, diskutiert werden und bei Anhängern wirken wirken, wie Mohammed Karikaturen. In dem Zusammenhang steht m.E. auch der Thread den ich zitiert hatte. Und meine Frage zielte darauf ab, ob man die Dynamik, die in diesen Grabenkämpfen stattfindet nicht viel effektiver nutzen könnte, nicht indem man einen möglichst neutralen Standpunkt einnimmt, sondern, indem man im Gegenteil auf den Ansatz derjenigen, die sich ja nicht aus der Umgebung lösen können in der diese Regeln akzeptiert werden verzichtet, wenn man von vorne herein gar nicht in der Lage ist diesen auf einem Level zu bedienen, der in direkter Konkurrenz eine Chance hat. Ich hoffe, ich hab das jetzt einigermaßen verständlich so ausgedrückt, wie ich es meine. Aber Sie schrieben ja, dass Sie erst mal versuchen wollten, dieses Morning Roundup in dem Sinne umzusetzen, wie es gedacht war. Insofern sind diese Überlegungen auch zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht überhaupt noch nicht angebracht. Eigentlich war ja ich nur über Ihr „aus- oder zurückschalten“ gestolpert…

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          • Auerbach says :

            Wahrscheinlich bin ich zu, ehm, blond, aber ich verstehe wirklich nicht was Du sagen willst, Schna’selchen. Schau Dir das ganz genau an, lies all die Texte und Kommentare und das, was zwischen den Zeilen steht … Prinzipiell ist Zusammenarbeit natürlich zu wünschen, schon wegen der Vielfalt und dem Wunsch eines möglichst breiten Meinungsspektrums.
            Es gibt gleichwohl die high- maintenance Vertreter mit deren persönlichen Neurosen und Nabelschauen man dann 7/24 beschäftigt ist. Und da verliert man, immer. Lebenszeit. Dafür den Sidekick zu spieken sehe ich nicht als meine Aufgabe.
            So und jetzt nach vorn geschaut, zurück zum Motto und Ziele Blog. Grüße

            Gefällt 2 Personen

            • schna'sel says :

              aber ich verstehe wirklich nicht was Du sagen willst, Schna’selchen.

              Oh Herzelein, da bist Du nicht das Einzigste… 😉 Auch dafür, dass Du Dich weigerst, kostbarste Lebenszeit in sinnlosestes Geschwätz zu investieren, hast Du mein volles Verständnis. Auch habe ich mir den Thread aufmerksam durchgelesen, und obwohl ich nicht so eine alte Häsin bin wie Du, in diesem speziellen Haifischbecken, denke ich, zumindest einige der Zwischentöne durchaus mitgelesen zu haben… Was bleibt mir anderes, als Dich darauf hinzuweisen, dass es mir in meinem Beitrag gar nicht um eine Zusammenarbeit ging? Dass mir Nabelschauen dieser Art wie Realsatire vorkommen, die mich in dem, was wir aktuell versuchen mehr als bestätigen. Ich hoffe, Du kaufst mir meine hilflosen Beteuerungen ab…

              Ein ganz, ganz liebes Grüßle an Dich,
              Dein Schna’selchen

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            • justrecently says :

              Herzilein Drei an Herzilein Zwei und Herzilein Eins: war das jetzt nicht genug Luft zu einem nachdesignten Hinweis-Post? Was würde der Dalai Lama zu unserem Thread sagen?

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              • schna'sel says :

                Was würde der Dalai Lama zu unserem Thread sagen?

                Der Guteste hat auch versägt bei den politisch Korrekten, seit seinem → aktuellen Statement zum Flüchtlingsdrama

                »Der 14. Dalai Lama findet zur Flüchtlingskrise unerwartete Worte: Es seien so viele Menschen geflohen, dass es in der Praxis schwierig werde. Deutschland könne kein arabisches Land werden.«

                Wenn der so weiter macht, konvertiert Janto noch… 😉

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        • Auerbach says :

          Nicht einer Meinung zu sein, kann ja belebend wirken. Schwierig wird es jedoch bei einem Beharren auf der eigenen Position. Was ich aus den verlinkten Texten glaube rauszulesen. Deutungshoheit zu beanspruchen, macht Gespräche m. E. unergiebig. Schlimmstenfalls, real ugly.

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      • Auerbach says :

        Wusste gar nicht, dass Sie so böse sein können, JR. :)))

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      • justrecently says :

        Es gibt für jeden Menschen einen oder mehrere Punkte, an denen er „böse“ wird, Zylvia.

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    • Auerbach says :

      Nee, noch nicht gesehen, aber jetzt.
      Sehe ich als Kompliment, ist nicht wirklich böse gemeint, glaube ich. 🙂
      Die Blogbeamten unter sich, hihi. Ohne in Details gehen zu wollen, macht so ein Thread aus meiner Sicht schon auch deutlich, wo die Probleme liegen und was schief läuft. Ein Bild ganz merkwürdiger Obrigkeitshörigkeit, die ich eigentlich nie verstanden hab‘. Irgendwie so.
      Vor allem zeigt es mir, welche Strecken in den zwei Wochen von uns schon zurückgelegt und wie viele richtige Entscheidungen hier zusammen getroffen wurden. Kurz, was wir in den par Tagen gemeinsam an Alternativen auf- und ausgebaut haben. Das ist schon auch eine Leistung. Grund zur *Freude*.

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    • justrecently says :

      Schon gesehen?

      Trotzdem danke für den Hinweis. Ich wollte den Post eigentlich ignorieren, aber Sie geben mir eine Gelegenheit darauf hinzuweisen, wo meine Toleranz endet. Ist nicht schlecht, wenn man das frühzeitig klären kann.

      Gefällt 1 Person

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