Morning Roundup: Londonderry Air

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Für die Nostalgiker

Camerons Stellungnahme zum Brexit

Quelle: RT/Youtube

Umfrage: Mehrzahl der Franzosen für Verbleib ihres Landes in der EU

Knapp zwei Drittel (64%) der befragten Franzosen erklärten in einer von Paris-Match und der digitalen Fernsehstation i-Télé in Auftrag gegebenen Online-Umfrage der Meinungsforschungsorganisation Odoxa, dass ihr Land Mitgliedsstaat der Europäischen Union bleiben solle. 35% waren für einen Austritt. Sympathisanten der politischen Linken wie der politischen Rechten seien mit 76% bzw. 75% gegen einen Austritt; während Befragte, die dem Front National nahestünden, mit 77% für einen Austritt aus der EU seien.

Die in der Umfrage verwendete Frageformulierung lautete, „sind Sie dafür oder dagegen, dass Frankreich die EU verlässt?“

Sehr geteilt waren hingegen die Meinungen hinsichtlich des europäischen Aufbaus: während 31% der Befragten darin „eine Hoffnungsquelle“ sahen, war er für 35% eine „Quelle der Befürchtungen“ und für 33% weder das eine noch das andere.

Hinsichtlich des Referendums über die Zugehörigkeit des Vereinigten Königreichs zur EU sprachen sich 59% der Befragten für einen Verbleib des UK in der EU aus, und 40% fanden einen britischen Ausstieg gut.

Die Umfrage wurde am Donnerstag und am Freitag (gestern) durchgeführt.

Allerdings spricht einiges dafür, dass eine Mehrheit der Franzosen (53%) ebenfalls gerne ein Referendum durchführen würden – oder das zumindest im März noch so sahen, als die Universität Edinburgh und eine deutsche Organisation Umfrageergebnisse mit Daten aus sechs europäischen Ländern veröffentlichten.

Die Märzumfrage ergab hinsichtlich eines Ausstiegsszenarios für Großbritannien 44% unter den französischen Befragten, die das gut fänden – also nicht sehr stark abweichend von den Odoxa-Daten dieser Woche. Einem Abgang Großbritanniens und Nordirlands konnten außerdem, der Märzumfrage der Uni Edinburgh nach – 33% der schwedischen, 27% der deutschen, 21% der irischen, 20% der polnischen und 19% der spanischen Befragten viel abgewinnen.

„Gezielte Panikmache“

Ralf Streck, Journalist im spalterischen Baskenland, schreibt in einem Artikel für „Telepolis“:

„Analysen“ – wie die des Internationalen Währungsfonds (IWF) – waren haltlos, mit denen vor apokalyptische Folgen gewarnt wurde (Angst um die Weltwirtschaft durch den Brexit-Schock). Das war plumpe Propaganda. Es ist eigentlich positiv, dass sich ein souveränes Volk von derlei Verdummung nicht hat umstimmen lassen.

Methusalemkomplott: die Alten & der Brexit

Die Alten haben die Zukunft der Jungen bestimmt, nölte gestern (Freitag) abend der Brexit-Live-Blog des „Tagesspiegel“. Ja, und? Fangen wir jetzt an, die Wählerstimmen mit wachsendem Alter abzuschreiben? Für gängige Tabellen wenden Sie sich bitte ans Bundesministerium der Finanzen.

Historischer Kalender

Gestern vor 507 Jahren wurde Henry VIII. zum König von England gekrönt.

Slowenischer Unabhängigkeitstag

Seit 25 Jahren ist Slowenien ein souveräner Staat. Zur Abschlussveranstaltung der Feierlichkeiten waren gestern (Freitag) abend laut einer Vorabmeldung von Radio Slovenija lt. Fahrplan die Präsidenten aus Deutschland, Italien, Österreich, Ungarn und Kroatien anwesend.

Habemus neues Antiterrorgesetz

Jetzt leben wir sicherer. Bitte nicht klicken. Teile dieser Information würden Sie nur verunsichern.

Taiwanische Diplomatie

Die taiwanische Präsidentin Tsai Ing-wen bereist für neun Tage Lateinamerika. Am 26. Juni nimmt sie an einer Zeremonie zur Eröffnung des erweiterten Panama-Kanals teil, so eine Website des taiwanischen Außenministeriums. Danach reist sie nach Paraguay. Sowohl Panama als auch Paraguay gehören zu der überschaubaren Zahl von Staaten, die – offizielle – diplomatische Beziehungen mit Taiwan unterhalten. Staaten, die amtliche diplomatische Beziehungen zur VR China unterhalten (die Anerkennung der Beijinger „Ein-China-Politik“ ist dafür mehr oder weniger deutlich Voraussetzung), unterhalten informelle diplomatische Vertretungen in Taiwan. In Europa ist der Vatikan der einzige Staat mit einer offiziellen Botschaft in Taiwan.

Eine Reihe Taiwaner Bürger tauchen in den „Panama Papers“ auf, darunter offenbar auch Tsai Ing-wens Bruder Tsai Ying-yang. Taiwan und Panama unterhalten diplomatische Beziehungen, leisten sich aber keinen Besteuerungsvertrag.

Auf dem Weg nach Lateinamerika legt die Präsidentin voraussichtlich einen Zwischenstopp in Miami ein; auf dem Rückflug einen in Los Angeles. Bei diesen Gelegenheiten ergäben sich auch Gelegenheiten zu Besprechungen zwischen taiwanischen und US-amerikanischen Offiziellen, zitiert Radio Taiwan International den inoffiziellen US-Botschafter in Taipei, Raymond Burghardt.

Es handelt sich um die erste Auslandsreise der Präsidentin seit ihrem Amtsantritt am 20. Mai.

Panamakanal historisch

Die ersten hundert Jahre

Schönes Wochenende.

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About justrecently

Blogging about China - the economy, politics, and society. Translating Chinese press articles into English. Making Net Nanny talk.

9 responses to “Morning Roundup: Londonderry Air”

  1. Auerbach says :

    Hat dies auf montagfrei rebloggt.

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  2. Auerbach says :

    Suhuper!
    Ich mache dann den Update :))

    Gefällt 1 Person

  3. Auerbach says :

    Der Update wurde etwas länger: #Brexit – Der Meltdown 🙂
    https://sofortbild.wordpress.com/2016/06/26/brexit-der-meltdown/

    Zu Corbyn versuche ich ein Morningroundup Spezial für morgen, es wurde einfach zu viel. Die Ereignisse überschlagen sich; ein Coup d’État der Blairite Karrieristen innerhalb der Labouparty, die Corbyn versuchen politisch kaltzustellen. Schlimm. Die Hälfte des Schattenkabinetts ist heute zurückgetreten. Irre. Wo endlich mal die Chance bestand, dass sich die Tories selbst zerlegen … dann das. Grrrr.

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    • justrecently says :

      Nun ja. Es gibt die zwei bis vier Parteien, und es gibt ein Establishment.

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    • justrecently says :

      Corbyn wollte sich nicht mit beiden Füßen auf die Seite der Remainers stellen. Das ist begreiflich, aber es ist nicht propagandatauglich. Insofern stellt sich zumindest die Frage, ob er in einer entscheidenden Phase als Oppositionsführer nicht versagt hat.

      M. E. hätte er seiner Basis etwas sagen müssen wie „die EU ist zu einem neoliberalen Projekt verkommen, aber die Alternative ist ein britisches reaktionär-super-wirtschaftsliberales Projekt. Wenn euch die letzten Chancen für euch und eure Kinder etwas wert sind, schwingt eure Ärsche in die Wahlkabinen und stimmt für ‚Remain‘. Von da aus haben wir eine Basis, mit der wir arbeiten können.“

      Oder so ähnlich. Das hat gefehlt.

      Gefällt 1 Person

      • Auerbach says :

        Stimmt. So klar hat er das nicht formuliert, aber indirekt doch schon, oder? Corbyn sagt das in allen seinen Reden, er spricht von der gespaltenen, ungleichen Gesellschaft. Als Überzeugungstäter; eine Art-Politikasket taktiert er wenig – bis gar nicht; er zockt nicht, spielt keine Machtmanöver. Er sagt wofür ersteht und was er nicht tut – sich auf ein Podium mit Cameron begeben. Er kann warten, beobachtet und läßt die Zeit für sich arbeiten. Er ist irgendwie vom Schlage der, nun ja, Gärtner, finde ich. Okay, ich mag ihn einfach, ich geb’s zu. Super sympathischer Typ.

        Schreiben Sie Ihre Sicht auf die Dinge? Ich, die meine. :)))
        Habe heute viele, schöne Corbyn Bilder in den Bilderpool geladen. Die wollen benutzt werden …

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      • justrecently says :


        Schreiben Sie Ihre Sicht auf die Dinge? Ich, die meine. :)))

        OK. Sie fangen an. Pro geht immer vor. 🙂

        Aber ich kann nicht schreiben, warum Corbyn einpacken soll – ich würde ihn als britischer Labour-Grassrooter auch immer noch unterstützen. Ich kann also nur (vielleicht – ich versuche es) beschreiben, warum er wahrscheinlich bald bzw. irgendwann vor den nächsten Unterhauswahlen einpacken muss.

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      • justrecently says :

        Vorschlag: Sie schreiben Ihrs, ich schreibe meins, und dann mache ich eine Tabelle mit Links auf pro & contra, und die Tabelle twittern Sie dann?

        Gefällt 1 Person

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