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Baotou: Chinas Hölle auf Erden

Mothers Dirt

Radioaktiver SeeIn Zeiten massiver Umweltverschmutzung und dem einhergehenden Klimawandel wird der Ruf nach dem Ausbau grüner Energie immer lauter. Am Beispiel der Millionenstadt Baotou wird deutlich, dass Smartphones nicht „smart“ sind und die grüne Energie zum ökologischen Sargnagel werden könnte. Der weltweite Hunger nach Fortschritt mündete dort in einen radioaktiv verseuchten Schlackensee unglaublichen Ausmaßes.

Bringt man China mit massiver Umweltverschmutzung in Verbindung denkt man zuerst an den dichten gelblich-grauen Nebel der dortigen Millionenmetropolen. Verantwortlich gemacht werden fast immer die Kohlekraftwerke, die nach wie vor den Großteil der Energie liefern. Wurde das Problem viele Jahrzehnte verdrängt, ist mittlerweile auch die chinesische Regierung auf den Zug des Umweltschutzes aufgesprungen – zumindest den staatlich gesteuerten Nachrichtenkanälen zufolge. In Europa schon lange Zeit alltäglich, wird nun auch in China hinter den Slogans „Bio, Ressourcenschonend, Nachhaltigkeit und grüner Energie“ die Lösung aller Umweltprobleme gesucht. Bringt man bei uns die großen Windturbinen der Windparks und die Elektroautos…

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Revolution!

Revolution? Das kennen wir schon.
Wenn Verhältnisse purzeln
die entwurzelten Wurzeln
dieser ganz schrille Ton:
„Das habt ihr davon!“

Demokratie? Wir verkaufen das Vieh.
So behalten Genossen
ihre sauberen Flossen
und so so geh’n nicht nur die
vor dem Geld in die Knie.

Brüderlichkeit, die uns alle befreit:
Neue Herren gestalten
jetzt Verbraucherverhalten.
Wenn die Masse dann schreit:
„Macht euch alle bereit!“

bleibt es anders beim Alten
denn die Brüder erhalten
von der Macht ihren Lohn.
Und das kannten wir schon

Ein Wort zum Sonntag

Die Bodenständlinge

Die Sänger dieser Lande
sind des heimatlichen Speckes Sänger,
und sie vergleichen sich ein jeglicher
mit einem Baum;
ich hab es oft gehört und weiß es nun wohl,
dass ihre Wurzeln erdverbunden sind.
Wenn aber große Zeiten anbrechen,
die das dicke Ende in sich tragen,
dann feiern sie, um nicht vor’s Gewehr zu müssen,
die besoffenen Eintagswort
der jeweiligen Tyrannen.
Wenn’s aber vorbei ist,
dann singen sie wieder, als ob nichts gewesen wäre,
die Sau am Spieß
und Kraut und Rüben der Heimat.
Ihnen fehlt jedes Wort
für die Geschlagenen und Entrechteten,
von deren Blute Europas Henker trieften.
Ich allein singe heute vom Krieg.
Denn ungetilgter Schulden Samen ist wieder gereift,
und neue Drohung verdunkelt die Welt.
Als die Partisanen zum Kampfe aufbrachen
und die Freiheit ihre Morgensterne
im Dunkel der Wälder entzündete,
da rüsteten sich die Wüsten,
da griffen Wälder
mit grüner Kraft zu den Waffen.
Aber die Landsknechte und ihre Schreibknechte
sprachen nur von Banditen.
Von Ratten zerfressen
wurde des deutschen Schlachthauses
babylonischer Turm.
Aber höher von Jahr zu Jahr
hob die Menschheit ihr Haupt voll Blut und Wunden,
bestahlt von Siegeshoffnung.
Nun aber blickt neue Gefahr
medusenhäuptig auf West und Ost.
Wen müsste man nicht alles
zum Teufel jagen?
von den heimatlichen Sängern
werdet ihr’s nie erfahren

(Michael Guttenbrunner)

Hamminkeln

Wenn Deiche brechen in Hamminkeln,
das Rheingold überflutet wird
weil Regengötter ständig pinkeln
und sich die Politik nicht ziert.
Wenn die im Mittelmeer ertrinken
die unser Krieg entwurzelt hat
und NATO Herren freundlich winken
sind nicht nur Diktatoren platt.

Wenn FIFA Funktionäre flüchten,
vor der Moral, die jeder teilt
deren Essenz jedoch mitnichten
den braven Bürger selbst ereilt
Dann schlägt die Stunde der Propheten
wird die Ägäis dicht gemacht
und die Verantwortlichen beten
die Mantren ihrer hohlen Macht.

Für alle Menschen in Hamminkeln,
entlegensten und fernsten Winkeln
die man nur kennt und überwacht
Den ganzen Tag, die ganze Nacht,
bis wirklich keiner mehr dran glaubt
und nicht nur wenn die Götter pinkeln.