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Morning Roundup: Heiliges Wasser

Heute:

  • Upwarmer
  • Putschversuch in der Türkei
  • Japan: Ringen um Verfassung
  • Heiliges Wasser
  • NeverTrump-Antrag scheitert
  • China „kauft Unternehmenslandschaft leer“
  • Internationaler Rock’n Roll Day

Upwarmer

In Schleswig-Holstein proot so ’n Vöördel van de Lüüd sülmst Platt, wordt doar seggt. Dree Vöördel verstahn dat – dat he’m Unnersöökens in’t Johr 2007 ruutfunnen. Man net so as in vööle anner Gegenden stellt sück in’t Land tüschen de Noord- und Ostsee de Fraag: vergeiht mit de ollere Minschen irgendwenne ook dat Platt?

So fangt een Bidrag to’n Sömmerserie in’t Düütslandfunk an, und dat geiht doar um olle Lüüd, de blied sind, wenn man mit hör de Taal proot, tau de sei wennt sind.  Dat Tautraun tau ’n frömde Minsch mag ook wall lichter wesen, wenn de Frömde Platt proot.

Dat gifft ook Lüüd, de leer’n Platt erst in hör’n ollere Dagen.

Platt is keen Freesk – Freesk is wat anners. Freesk prooten bloot noch heel minn Lüüd, und well Düüts kann, versteiht noch lang keen Freesk. Um Freesk to leer’n, doar hört ’n Bült tau. Platt mutt een Düütsprooter bloot ’n paar Daag of Stünnen hör’n, denn fangt dat Verstahn ook al an.

Platt kann man prooten, snacken, of singen. De Schleswig-Holsteiners und Bremers to’m Biespill „snackt“ Platt. Annern „prooten“ dat. Und ick glööv, de Hambörgers köönen dat heel neet mehr.

Putschversuch in der Türkei

Hätte ein „erfolgreicher“ Putsch einen Beitrag zur Lösung der Konflikte in der Türkei leisten können? Angesichts der Statistiken, die offenbar das unmittelbare Ergebnis des Coups 1980 waren, glaube ich das nicht.

Gescheitert leistet er einen Beitrag zur Autokratie Erdogans. Und laut einem Vertreter der türkischen Regierung, zitiert bei der Deutschen Welle, sollen bisher mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen sein.

Japan: Ringen um Verfassung

Der japanische Kaiser Akihito ziehe seine Abdankung in Betracht, meldete am Mittwoch NHK. Mögliche Motive des Tenno zählt Japan-Korrespondent Martin Fritz in einem Artikel für die Deutsche Welle reichlich auf, kommt aber zu einem anderen Schluss: es spreche viel dafür, dass Akihito Einfluss auf die Verfassungsdebatte nehmen wolle, die mit dem Erreichen einer Zweidrittelmehrheit für die Regierungskoaliton im Oberhaus, nach Wahlen am vorigen Sonntag, neuen Aufschwung erhalten hat.

Heiliges Wasser

Diese Woche war in der internationalen Politik vor allem von zweierlei Wasser die Rede: vom Südchinesischen Meer, und vom Ganges. Das eine ist die See südlich von China und östlich von Vietnam – darum nennen es die Vietnamesen auch nicht das Südchinesische Meer, sondern das Ostmeer -, und das andere ist ein Fluss.

Dass das Wasser aus dem Ganges heilig ist, wird mancher bestreiten, aber jeder wohl wissen.

Aber auch das Wasser von der Taiping-Insel im Südchinesischen Meer ist heilig. Der frühere taiwanische Präsident (aka Präsident der Republik China), Ma Ying-jeou, hat das am Donnerstag nochmal aus seiner Sicht erklärt: auf der Taiping-Insel, die von Taiwan kontrolliert wird, gebe es trinkbares Wasser. Damit sei die Insel bewohnbar, und darum sei es die Taiping-Insel halt kein Felsen oder Riff, sondern eine Insel. Und weil es eine Insel ist, steht ihr eine ausschließliche Wirtschaftszone zu.

Das Wasser auf Taiping ist also nationalheilig, denn es soll etwas wichtiges beweisen – dass nämlich Taiping eine Insel sei.

Die Wochenzeitung „Die Zeit“ erklärte den Unterschied zwischen Riff und Insel schon vor der Entscheidung des Ständigen Schiedshofs in den Haag, in der Sache Philippinen versus China:

China will für seine besetzten Territorien im Südchinesischen Meer die 200-Meilen-Zonen auch für besetzte Felsenriffe durchsetzen und hat den Anspruch mit eigenen Gesetzen untermauert. Drei dieser Territorien liegen in der AWZ der Philippinen. Der Schiedshof soll entscheiden, ob die umstrittenen Landformationen Inseln sind, wie China sagt, oder Felsen, wie die Philippinen meinen, von denen kein Anspruch auf Territorialgewässer ausgehen würde.

Ma Ying-jeou jedenfalls wunderte sich:

Er sagte, er habe die Mitglieder des Tribunals eingeladen, Taiping zu besuchen, um selbst zu sehen, dass es eine Insel mit frischen Wasserquellen sei, und in der Lage, Landwirtschaft, Viehhaltung und menschliche Besiedlung zu ermöglichen. Aber sie [die Tribunalen] nahmen die Einladung nicht an.

Wie hätten diese Richter, denen es an Kenntnissen über Taiping mangelt, eine überzeugende Entscheidung treffen können?“, fragte Ma.

He said he had invited the members of the tribunal to visit Taiping to see for themselves that it was an island with fresh water sources and capable of sustaining farm production, livestock and human habitation, but they did not accept the invitation.

„How could these judges, who lack knowledge of Taiping, have made a convincing ruling?“ Ma said.

Eine Reise nach Taiping hätte allerdings eine diplomatisch haarige Sache sein können: Taiwan ist – auf chinesischen Druck – kein UN-Mitgliedsland und somit auch kein Ansprechpartner, obwohl es – in Taiwan und auf Taiping – ein sehr realer Staat ist. Aus Beijinger Sicht hätte das Tribunal also – vermutlich – nur anreisen können, wenn sie dort von VR-chinesischen Offiziellen begrüßt worden wären. Und wenn die Tribunalen auf die VR-chinesische Sicht gepfiffen hätten und dort einen Lokaltermin mit den Offiziellen gemacht hätten, die nun mal dort das sagen haben – also Taiwaner Offizielle -, dann wäre Beijing gleich nochmal so böse auf die Tribunalen gewesen.

Entsprechend fein ist die Republik China – also Taiwan – jetzt auch aus der unliebsamen Schiedsnummer raus, bzw. war sowieso nie drin:

Das Schiedsgericht habe die taiwanische Regierung nicht angehört oder in das Verfahren einbezogen. Der Schiedsspruch verletze auf schwerwiegende Weise die Souveränitätsrechte Taiwans.

Die Regierung werde den Schiedsspruch daher auf keinen Fall akzeptieren. Die Entscheidung sei gegenüber der Republik China (Taiwan) auch nicht rechtlich bindend.

#NeverTrump is never more

Das zwitschert jedenfalls Donald J. Trump. Gestern (Freitag) hat die Kommission, die bei der Republikanischen Partei Amerikas über die Einhaltung und korrekte Auslegung der Regeln wacht, einen Antrag der Initiative #NeverTrump, auf Trump festgelegte Delegierte beim anstehenden Parteitag „nach ihrem Gewissen abstimmen zu lassen“, abgelehnt. Die Republican Convention, die voraussichtlich Trump zum offiziellen Präsidentschaftskandidaten der Partei Eisenhowers, Reagans und der beiden Bushs machen wird, beginnt fahrplanmäßig am Montag und soll bis Donnerstag andauern.

„Leergekauft“

Und Chinesen kaufen deutsche Unternehmenslandschaft leer.  Man werde in diesem Jahr noch „einige bekannte Namen hören.., die in chinesische Hände gehen werden.“

Internationaler Rock’n Roll Day

Am 14. Juli war der Internationale Rock’n Roll Day.

Der hier war kein Rock’n Roller. Oder vielleicht doch? Jedenfalls war er ganz nah dran.

Guten Morgen.

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Morning Roundup: Londonderry Air

BBC Radio 4 UK Theme

Für die Nostalgiker

Camerons Stellungnahme zum Brexit

Quelle: RT/Youtube

Umfrage: Mehrzahl der Franzosen für Verbleib ihres Landes in der EU

Knapp zwei Drittel (64%) der befragten Franzosen erklärten in einer von Paris-Match und der digitalen Fernsehstation i-Télé in Auftrag gegebenen Online-Umfrage der Meinungsforschungsorganisation Odoxa, dass ihr Land Mitgliedsstaat der Europäischen Union bleiben solle. 35% waren für einen Austritt. Sympathisanten der politischen Linken wie der politischen Rechten seien mit 76% bzw. 75% gegen einen Austritt; während Befragte, die dem Front National nahestünden, mit 77% für einen Austritt aus der EU seien.

Die in der Umfrage verwendete Frageformulierung lautete, „sind Sie dafür oder dagegen, dass Frankreich die EU verlässt?“

Sehr geteilt waren hingegen die Meinungen hinsichtlich des europäischen Aufbaus: während 31% der Befragten darin „eine Hoffnungsquelle“ sahen, war er für 35% eine „Quelle der Befürchtungen“ und für 33% weder das eine noch das andere.

Hinsichtlich des Referendums über die Zugehörigkeit des Vereinigten Königreichs zur EU sprachen sich 59% der Befragten für einen Verbleib des UK in der EU aus, und 40% fanden einen britischen Ausstieg gut.

Die Umfrage wurde am Donnerstag und am Freitag (gestern) durchgeführt.

Allerdings spricht einiges dafür, dass eine Mehrheit der Franzosen (53%) ebenfalls gerne ein Referendum durchführen würden – oder das zumindest im März noch so sahen, als die Universität Edinburgh und eine deutsche Organisation Umfrageergebnisse mit Daten aus sechs europäischen Ländern veröffentlichten.

Die Märzumfrage ergab hinsichtlich eines Ausstiegsszenarios für Großbritannien 44% unter den französischen Befragten, die das gut fänden – also nicht sehr stark abweichend von den Odoxa-Daten dieser Woche. Einem Abgang Großbritanniens und Nordirlands konnten außerdem, der Märzumfrage der Uni Edinburgh nach – 33% der schwedischen, 27% der deutschen, 21% der irischen, 20% der polnischen und 19% der spanischen Befragten viel abgewinnen.

„Gezielte Panikmache“

Ralf Streck, Journalist im spalterischen Baskenland, schreibt in einem Artikel für „Telepolis“:

„Analysen“ – wie die des Internationalen Währungsfonds (IWF) – waren haltlos, mit denen vor apokalyptische Folgen gewarnt wurde (Angst um die Weltwirtschaft durch den Brexit-Schock). Das war plumpe Propaganda. Es ist eigentlich positiv, dass sich ein souveränes Volk von derlei Verdummung nicht hat umstimmen lassen.

Methusalemkomplott: die Alten & der Brexit

Die Alten haben die Zukunft der Jungen bestimmt, nölte gestern (Freitag) abend der Brexit-Live-Blog des „Tagesspiegel“. Ja, und? Fangen wir jetzt an, die Wählerstimmen mit wachsendem Alter abzuschreiben? Für gängige Tabellen wenden Sie sich bitte ans Bundesministerium der Finanzen.

Historischer Kalender

Gestern vor 507 Jahren wurde Henry VIII. zum König von England gekrönt.

Slowenischer Unabhängigkeitstag

Seit 25 Jahren ist Slowenien ein souveräner Staat. Zur Abschlussveranstaltung der Feierlichkeiten waren gestern (Freitag) abend laut einer Vorabmeldung von Radio Slovenija lt. Fahrplan die Präsidenten aus Deutschland, Italien, Österreich, Ungarn und Kroatien anwesend.

Habemus neues Antiterrorgesetz

Jetzt leben wir sicherer. Bitte nicht klicken. Teile dieser Information würden Sie nur verunsichern.

Taiwanische Diplomatie

Die taiwanische Präsidentin Tsai Ing-wen bereist für neun Tage Lateinamerika. Am 26. Juni nimmt sie an einer Zeremonie zur Eröffnung des erweiterten Panama-Kanals teil, so eine Website des taiwanischen Außenministeriums. Danach reist sie nach Paraguay. Sowohl Panama als auch Paraguay gehören zu der überschaubaren Zahl von Staaten, die – offizielle – diplomatische Beziehungen mit Taiwan unterhalten. Staaten, die amtliche diplomatische Beziehungen zur VR China unterhalten (die Anerkennung der Beijinger „Ein-China-Politik“ ist dafür mehr oder weniger deutlich Voraussetzung), unterhalten informelle diplomatische Vertretungen in Taiwan. In Europa ist der Vatikan der einzige Staat mit einer offiziellen Botschaft in Taiwan.

Eine Reihe Taiwaner Bürger tauchen in den „Panama Papers“ auf, darunter offenbar auch Tsai Ing-wens Bruder Tsai Ying-yang. Taiwan und Panama unterhalten diplomatische Beziehungen, leisten sich aber keinen Besteuerungsvertrag.

Auf dem Weg nach Lateinamerika legt die Präsidentin voraussichtlich einen Zwischenstopp in Miami ein; auf dem Rückflug einen in Los Angeles. Bei diesen Gelegenheiten ergäben sich auch Gelegenheiten zu Besprechungen zwischen taiwanischen und US-amerikanischen Offiziellen, zitiert Radio Taiwan International den inoffiziellen US-Botschafter in Taipei, Raymond Burghardt.

Es handelt sich um die erste Auslandsreise der Präsidentin seit ihrem Amtsantritt am 20. Mai.

Panamakanal historisch

Die ersten hundert Jahre

Schönes Wochenende.